Amtliche Meldung

Gedenkfeier zum Volkstrauertag

Mit einer Gedenkfeier auf dem Hirschauer Friedhof wurde am Volkstrauertag der Opfer von Krieg, Terror und Gewalt gedacht.
Nachdem die Gedenkfeier in den beiden Jahren zuvor wegen der Corona-Pandemie nur in eingeschränktem Rahmen stattfinden konnte, nahmen neben den kirchlichen Vertreterinnen und Vertreter auch die Hirschauer Vereine und Organisationen wieder teil. Traditionell wurde mit Treffpunkt beim Rathaus ein von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr, Einsatzabteilung Hirschau, angeführter Trauermarsch zum Ehrenmal auf dem Friedhof abgehalten.

Liederkranz sowie Musikverein sorgten mit ihren musikalischen Beiträgen für die würdige Umrahmung.

Das Gebet sprach in diesem Jahr Pfarrerin Rittberger-Klas von der evangelischen Kirchengemeinde, zusammen mit Jugendlichen aus Hirschau, die mit einem nachdenklichen Gedicht darauf eingegangen sind, dass sie zwar selbst Krieg, Gewalt und Terror nur aus Beiträgen und Berichten und nicht mit der
persönlichen Wahrnehmung kennen, aber trotzdem sensibilisiert sind, diesen schlimmen Geschehnissen entgegenzuwirken und wachsam zu sein, gegen jegliche Art von Auseinandersetzung, Hetze und Verleumdung.

Ortsvorsteher Ulrich Latus ging in seiner kurzen Ansprache auf das unsägliche Leid für Millionen von Menschen durch die beiden von Deutschland verursachten Weltkriege ein. Aktuell auch auf die Lage im Nahen Osten und in anderen Ländern der Welt, von wo tausende Menschen wegen der Gefahr für Leib und Leben zu uns nach Europa flüchten. Dass seit diesem Frühjahr in Europa ein von Russland
entfachter Angriffskrieg gegen dessen ehemaliges Brudervolk, die Ukraine tobe, sei völlig unverständlich. Durch diese kriegerischen Handlungen mussten zig Tausende Menschen aus der Ukraine flüchten. Auch in Hirschau leben derzeit Geflüchtete Menschen aus der Ukraine, welche an der Gedenkfeier teilgenommen und somit unter dem Eindruck des schlimmen Krieges in ihrem Heimatland an ihre Angehörigen,
Verwandte, Freunde und alle Betroffenen gedachten. Mit zwei Redebeiträgen von Frauen aus der Ukraine wurde auf dieses Leid aufmerksam gemacht in der Hoffnung, dass auch dieser schlimme Krieg bald zu Ende gehen soll. Zum Gedenken an die Toten von Krieg Terror und Gewalt wurden von der Gemeinde und den Hirschauer Vereinen zwei Kränze am Ehrenmal niedergelegt. Die anwesenden Geflüchteten aus der Ukraine legten ebenfalls Blumen zum Gedenken an ihren Lieben und die durch den aktuellen Krieg in Ihrer Heimat gestorbenen Menschen nieder.

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