Mietvertrag für das Ratsstüble

Die Verhandlungen mit den Vermietern des Ratsstübles werden aller Voraussicht nach in Kürze abgeschlossen sein. Dann haben wir endlich Gewissheit, dass wir unsere Vorhaben im Ratsstüble verwirklichen können!

Allerdings mussten wir in den Verhandlungen auch Einschränkungen hinnehmen.

Wir konnten mit den Vermietern nur eine garantierte Mietzeit bis März 2026 und damit nur 5 Jahre Laufzeit nach der ca. halbjährigen Renovierungsphase vereinbaren. Trotzdem haben wir uns dazu entschlossen, diese 5 Jahre zu nutzen, um mit unserem besonderen Projekt aus Dorfkneipe und Stadtteiltreff in Hirschau neue Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen. Auch ist keineswegs sicher, dass uns das Haus nach den 5 Jahren nicht mehr zur Verfügung steht, sodass wir durchaus auf eine längere Zeit hoffen können.

In den Verhandlungen hat sich herausgestellt, dass die Kosten für die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen zur Nutzung des 2. Obergeschosses als Vereinsräume sehr schwer zu kalkulieren und sehr teuer werden könnten. Außerdem würde es viel Zeit beanspruchen. Aus diesem Grunde haben wir uns entschlossen, auf das 2. OG zu verzichten um das Gesamtprojekt zu ermöglichen, bzw. zu beschleunigen. Vor diesem Hintergrund ist es klar, dass wir die Renovierungskosten deutlich reduzieren müssen. Der Bauausschuss unseres Vereins hat dazu, zusammen mit den beteiligten ortsansässigen Handwerkern, bereits vielversprechende Vorschläge erarbeitet.

Natürlich hat sich der Vereinsvorstand auch mit den neuen gesellschaftlichen Gegebenheiten durch das Coronavirus auseinandergesetzt. Können wir in diesen Zeiten das Projekt überhaupt starten? Werden die Hirschauer und Hirschauerinnen unter den gegebenen Umständen überhaupt ins Ratsstüble kommen? Wir haben diese Themen lange und auch kontrovers diskutiert. Am Ende war klar, wir wissen heute nicht, wie sich die Situation weiterentwickelt. Und wir haben nur zwei Möglichkeiten. Entweder wir geben das ganze Projekt auf, mit dem Wissen möglicherweise eine ganz besondere Chance für das soziale Leben in Hirschau nicht realisiert zu haben. Oder wir vertrauen auf unsere Kreativität, auf das Engagement und die Begeisterungsfähigkeit der HirschauerInnen um etwas Besonderes zu erreichen, – auch mit dem Wissen, dass viele andere kulturelle und soziale Einrichtungen in diesen Zeiten dasselbe Problem haben und wir gemeinsam Lösungen finden werden.