Naturschutz in Hirschau

Am 19. Dezember 2022 endete im kanadischen Montreal die 15. Weltnaturkonferenz mit Vereinbarungen zum globalen Einsatz gegen Naturzerstörung und Artensterben. Um die Natur besser zu schützen und um den Verlust an biologischer Vielfalt aufzuhalten und umzukehren, sollen bis 2030 weltweit, aber auch regional 30 Prozent der Land- und Meeresflächen unter Schutz gestellt werden.

Zum Vergleich: Hirschau hat eine Gemarkungsfläche von 6,17 km², das sind 617 Hektar. Unsere beiden Naturschutzgebiete umfassen ca. 32 ha, das Landschaftsschutzgebiet Spitzberg, das teils auch zu Rottenburg gehört, 463,5 ha. Diese Schutzgebiete brauchen unsere Aufmerksamkeit und unser Engagement.

VEbTiL-Pflegeaktion im „Kleb“

So startete am Samstag das neue vierjährige Projekt Restitution trockenwarmer Lebensräume im Hirschauer Gewann Kleb, das durch die Stiftung Naturschutzfonds des Landes Baden-Württemberg gefördert wird.

Das „Kleb“ liegt zwischen den beiden NSG Hirschauer Berg und Spitzberg-Ödenburg. Dort finden sich mit Robinien und Sträuchern zugewachsene, seit Jahrzehnten ungepflegte, verwilderte ehemalige Weinberge, die es freizulegen gilt.

Beim ersten Pflegeeinsatz mit 12 Helferinnen und Helfern ist es gelungen, die ersten beiden Terrassen am Radweg zwischen Hirschau und Tübingen weitgehend zu roden und wieder zu öffnen. Weitere Einsätze werden folgen.

Die Grüne Liste unterstützt dieses ambitionierte Projekt. Es ist auch eine gute Möglichkeit, sich aktiv vor Ort für die Förderung der Biodiversität einzubringen.

  • Infos zu Projekten und Aktivitäten des VEbTiL: www.vebtil.de
  • Aufnahme in den E-Mail-Verteiler des VEbTiL für Pflegeeinsätze: E-Mail an  info@vebtil.de

Mit unserer Hohlweg-Pflegeaktion im Bereich Ammersteige / Unteres Tal soll’s dann am 21. Januar weitergehen.

Auch das Müllpendel am Baggersee ist wieder aufgestellt und wartet auf Betätigung. Danke an alle, die mithelfen, die Umgebung des Baggersees von Müll zu befreien!